Umdenken und Umbau

Endlich wachen die Hochschulen und Universitäten aus ihrem Dornröschenschlaf auf und investieren in ihre Optik. Aber nicht nur die Optik ist ein wichtiger Punkt, auch der barrierefreie Zugang lässt doch an vielen Bildungseinrichtungen zu wünschen übrig. Besonders große, angesehene Hochschulen und Universitäten schneiden dabei viel schlechter ab, als Einrichtungen, die mit geringeren Studentenzahlen aufwarten.

Der letzte Studienführer der Bundesrepublik hat deutlich gemacht, dass angesehene Stätten sich feiern lassen, weil sie Lamellen horizontal anbringen und Duftbeete installieren. Dabei sind es gerade die Bildungseinrichtungen in kleineren Städten, die Vorgaben zur Inklusion und Barrierefreiheit übernehmen und ohne viel Wirbel umsetzen. Es ist zu bezweifeln, dass diese Städte über größere finanzielle Möglichkeiten verfügen.

Viele Verantwortliche denken langsam um und prüfen bauliche Voraussetzungen. Substanziell muss man nach einiger Zeit gewiss immer etwas tun, aber auch die Materialien entwickeln sich weiter und spezialisieren sich auf die unterschiedlichsten räumlichen Gegebenheiten. Die richtige Beleuchtung kann konzentrationsfördernd sein, gleichzeitig werden die Augen geschont, aber der Raum ist optimal und vor allem angenehm ausgeleuchtet. Unterstützend wirken die Raum- und Wandfarben, die den Kontrast zwischen Powerpoint, Flip Chart oder Tafel und der Wand minimieren. Aber auch der richtige Sonnenschutz gehört mit dazu. Massive Horizontallamellen schotten Räume mit großen Glasfassaden von ungünstiger Sonneneinstrahlung ab.

Ein anderer Aspekt sind technische Hilfsmittel, zum Beispiel Induktionsschleifen für Hörgeschädigte und Lesehilfen für Sehgeschädigte. Nicht nur geebnete Wege gehören zum Zugang ohne Hindernisse, auch andere Behinderungen müssen baulich berücksichtigt werden.